Microsoft Azure - zu teuer oder eine Frage der Planung und Optimierung?

Das Thema Microsoft Azure mag unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Das riesige Microsoft Ökosystem rund um Azure ist in wenigen Worten kaum zu beschreiben, stecken hinter Azure heute schon mehr als 200 unterschiedliche Dienste.

Ohne Frage stellt die Buchung von Rechenleistung in Gestalt von virtuellen Maschinen mit installierten Windows Server einen Schwerpunkt für viele Kunden in der Nutzung von Azure Diensten dar.

Analog zur klassischen On-Premises Welt setzen sich die Kosten für die Nutzung einer Windows Server VM auf Microsoft Azure aus zwei Positionen zusammen. Ein Teil der Gebühren entstehen für die Rechenleistung und eine weiterer Teil für die Windows Server-Nutzung. 

Der Teil Windows Server-Nutzung beinhaltet neben der Windows Server Lizenz auch eine beliebige Anzahl von Zugriffen auf ebendiese Umgebung.

In einer On-Premises Welt entstünden unweigerlich Kosten für die Zugriffe auf die Windows Server in Form von Windows Server CALs (Client Access Licenses - Zugriffslizenzen) für die internen Zugriffe und Windows Server External Connector Lizenzen für den Zugriff von Extern, durch zum Beispiel Geschäftspartner oder Kunden, auf eigene Windows Server.

Wie man die Kosten für die Windows Server-Nutzung reduziert?

Hier kommen bereits vorhandene Windows Server Lizenzen ins Spiel. Azure Hybrid Benefit ist das Stichwort. Eigentlich trivial. Bringt man Windows Server Lizenzen ein, fällt der Kostenanteil für den Windows Server für die Windows VM auf Azure weg.

Das Einbringen allerdings kann sehr unterschiedlich umgesetzt werden. Ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel aus Cloud Diensten und klassischen Investitionen in Microsoft Lizenzen. Darüber hinaus lizenzrechtlicher Umstand, der unsere folgende These speist: Der Windows Server Datacenter hat seinen Zenit überschritten.

Werfen wir einen Blick auf den Compute-Anteil der Kosten für eine Windows-VM.

Wer hier mit dem Anspruch antritt, die Kostennote basierend auf PAYG reduzieren zu wollen, hat mehrere Möglichkeiten. Ohne Abstriche bei Laufzeiten oder der bevorzugten Instanz machen zu wollen, bleiben im Kern zwei Optionen zur Reduktion der Kosten. Reservierte Instanzen und Azure-Sparpläne verfolgen ein einfaches Muster. Steigt die Bereitschaft zur finanziellen Verpflichtung, dann sinkt der Preis. Der nächste Hebel stellt das Thema Flexibilität dar. Fällt die Wahl auf Reservierten Instanzen so muss man sich auf bestimmte VM-Familien und ausgewählte Rechenzentren festlegen. Mit den Sparplänen spart man weniger, wird aber mit Blick auf Rechenzentrum und ausgewählte Dienste flexibler.

Ein bewusster Umgang mit zukünftig zu erwartenden Kosten beginnt früher. Die Auswahl des Rechenzentrums zahlt bereits auf die zu planenden Kosten ein. So mag eine Nutzung einer Windows VM im Microsoft Rechenzentrum in Frankfurt (Germany West Central) schon auf PAYG-Basis günstiger sein als in Berlin (Germany North).

Komm auf uns zu, sollte bei euch noch Potenzial in puncto Kostenoptimierung für Azure VMs schlummern. 

Noch keine Kommentare vorhanden

Was denkst du?