Microsoft 365 – ein Überblick

Was für eine Erfolgsgeschichte. Angefangen mit BPOS im Jahr 2008 bis zu den Microsoft 365 Bundles, die uns seit 2017 begleiten, ist viel Bewegung in die Microsoft Cloud Welt gekommen.

Manch ein Cloud Enthusiast erinnert sich noch an die Weiterentwicklungen des BPOS Angebotes namens Office 365 E1-E4.

Nicht zu vergessen das Jahr 2014. Die Kreativen zauberten die Enterprise Cloud Suite aus dem Hut. Dann kam wieder etwas Neues und Wegweisendes. Enterprise durfte bleiben, Cloud Suite musste gehen und wurde durch Secure Productive ersetzt. Die Secure Productive Enterprise darf nicht unerwähnt bleiben.

Wie sieht der perfekt ausgestattete Arbeitsplatz in puncto Software aus?

Sicherheit und Produktivität kombiniert mit dem Betriebssystem für Unternehmen sind die Bausteine, die heute ein Microsoft 365 ausmachen.

Bevor man sich in die große und vielfältige Welt der Microsoft Cloud Services im Detail verliert, werden zunächst Arbeitsprofile definiert. Mit Blick auf grundlegende Infrastrukturdienste lassen sich drei grundlegende Profile erarbeiten. 

Option Business

Mit den Microsoft 365 Business Angeboten hat der Microsoft Small Business Server 2011 einen ruhmreichen Nachfolger bekommen. Für Unternehmen bis zu einer Nutzerzahl von maximal 300 und zu einem grandiosen Preis- Leistungsverhältnis werden KMUs und kleinere mittelständische Unternehmen umworben.

Gerade das Bundle Microsoft 365 Business Premium folgt dem obigen All-in-One-Anspruch insbesondere an Sicherheit und Produktivität in einem Paket. Garniert mit einer Windows Upgrade Lizenz, um auch ältere Infrastrukturen auf den neuen Stand bringen zu können. Eine perfekte Basis und ein Sprungbrett für Kunden, die mehr möchten oder haben müssen. Mehr Sicherheit, mehr Compliance oder mehr KI namens Copilot – kein Problem.

Ein Eintauchen in die Microsoft 365 Business Welt bedeutet allerdings auch, die klassische On-Premises Welt abzuschütteln. Für Microsoft ist ein Unternehmen mit Microsoft 365 Business Lizenzen auf Cloud-Kurs. Hier steckt der Lizenzteufel im Detail, denn ein Zugriff auf lokale Anwendungsserver wie Exchange oder SharePoint sind hier nicht vorgesehen. Nicht einmal lokale Windows Server sieht Microsoft noch bei Kunden dieser Größenordnung. 

LT M365 Business

So charmant die Preisstrukturen auch ein mögen, so limitiert sind die Lizenznehmer hinsichtlich der Auswahl und Lizenzmengen in der Microsoft 365 Business Welt.  


Option Enterprise

Anders stehen die Microsoft 365 Enterprise Angebote da. Ob weiterhin On-Premises Bereitstellung, hybride Welten oder konsequentes Eintauchen in die Cloud Services, das spielt bei Microsoft 365 Enterprise Angeboten wie Microsoft 365 E3 oder Microsoft 365 E5 keine Rolle. Herzlich Willkommen in der Enterprise Welt.

Hinsichtlich der Nutzerzahl ein grenzenloses Angebot. Das kann mit einem Nutzer beginnen und beliebig nach oben skaliert werden. Die Basis ist hier die Windows Enterprise als Upgrade-Lizenz. Die macht aus einer vorinstallierten Windows Pro eine Windows Enterprise mit mehr Sicherheitsfunktionen, mehr Optionen bei der Telemetrie und umfangreicheren Lizenzrechten – Stichwort Desktopvirtualisierung.

Zusätzliche Sicherheits-, Compliance- und Management-Tools zeichnen die Enterprise Bundles aus. Aktuell gibt es im Vergleich zu Business-Lizenzen auch mehr Kapazität wie bei dem Primärpostfach mit 100 GB für eure Anwenderinnen und Anwender. , Compliance und Management Tools

Der finanzielle Sprung von Microsoft 365 E3 auf Microsoft 365 E5 ist spürbar. Im Kern wird Microsoft 365 E3 durch die Defender und Purview Suite erweitert und lässt nach Zuweisung noch die Telefonie via Teams zu. Für die Analysten gibt es noch Power BI Pro.

Option Frontline (oder auch Firstline)

 Ob Business oder Enterprise. Beide Optionen reflektieren Softwarepakete für Menschen, deren Arbeitsalltag am Computer stattfindet. Eine Zuteilung von persönlichen Geräten, wie PC oder Notebook, ergänzend vielleicht noch Tablet oder Mobiltelefon, bilden die Basis zur Nutzung der Software.

Damit ist aber eine wesentliche Gruppe von Angestellten nicht berücksichtigt. Ob Hotelgewerbe, produzierendes Unternehmen, Baubranche oder Retail. Die Beispiele könnte man beliebig erweitern. Hier bilden die Menschen das Rückgrat des Unternehmenserfolges, deren Arbeit überwiegend nicht am Computer stattfindet.

Hier ist deutlich zu spüren, wie diese Menschen, in der IT immer mehr Gesicht bekommen. Keine generischen Log-Ins mehr, dafür ein persönliches Postfach, Integration in Kommunikationskanäle wie Teams bis hin zu Workflows - gesteuert über die Power Platform von Microsoft.

Alles eine Nummer kleiner, ein spürbarer Preisrutsch und dennoch ist vom einzelnen Postfach bis zum All-in-One Bundle wie Microsoft 365 F3 vieles möglich. Fatal, wenn beispielsweise eine erhöhte Security hier enden würde. Defender Suite für Frontline Worker, gibt es. Purview für mehr Compliance in der Produktion, kein Problem. So ist es nur konsequent, dass auch Teams Phone Lizenzen für Frontline Worker angeboten werden. Die Adaption der großen Enterprise Welt auf die Angestellten ohne eigenen PC, nur günstiger und häufig kleiner dimensioniert.

Lizenzrechtlich lässt sich alles kombinieren. Aber das hat Folgen lizenzrechtlicher und technischer Natur. Vieles kann man korrigieren, anpassen, aufeinander abstimmen.

Daraus entsteht eine wohldosierte Anzahl von Arbeitsprofilen. Mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner in puncto erforderlicher und gewünschter Services pro Profil erfolgt der Griff ins Regal der Microsoft Angebote. 

Noch keine Kommentare vorhanden

Was denkst du?